Kundschafter, Schwertknecht, Spießknecht Hermann Czetsch, Ritter von Lindenwald, genannt Wessi

Unbemerkt wo reinkommen ist nicht schwer, vor Ort nicht erkannt zu werden und unbemerkt rauskommen ist die Kunst!
Neuzeitlicher Name: Christoph Westreicher
Rang: Kundschafter, Schwertknecht, Spießknecht (Knechte)
Kontakt: Email
Waffen: langes Schwert, diverse Stangenwaffen; alles, was sich im Wald so findet
Lieblingsbeschäftigung: durch den Wald streifen, den Wald erkunden, die Umgebung ausspähen, im Wald … Sachen machen …

Hermann wuchs in einem bescheiden Adelshaus auf. Seine Familie war gerade wohlhabend genug, um nicht bangend in die Zukunft zu blicken und doch nicht reich genug, als dass Hermann nicht tatkrätig hatte mit anpacken müssen. Seine Heimat findet sich im bergigen Oberösterreich, in der Nähe des Traunsees wieder, wo er schon von klein auf dem Waidwerk frönte. Weil es einem rebellischen Jungspund, der sich unbedingt beweisen wollte, in der Heimat einfach viel zu langweilig war, zog er hinaus in die Welt. Und da es im Hause Czetsch sowieso Pflicht für jeden männlichen Nachkommen war, den Waffendienst zu praktizieren, vereinte er diese Dinge sofort. Alsbald zog er in den Süden des Landes, die vom Krieg gegen die Osmanen gefährdete Grenzregion, und fand sich schließlich im Herzogtum Kärnten wieder. Dort trat er, ohne auf seine ritterliche Herkunft wert zu legen, in den kaiserlichen Dienst unter Ulrich Khevenhüller und verbrachte zwölf Jahre bei den Fußtruppen. Er sah nah und fern, und er kämpfte sogar anderthalb Jahre beim Amselfeld. In dieser Zeit stellte Hermann fest, dass er ein natürliches Talent hat, unbemerkt zu bleiben und ohne Aufsehen zu erregen, das Gelände zu durchstreifen. Doch auch das robuste Soldatenhandwerk lag ihm. Wie es doch nur allzu oft der Fall ist, wurde auch das eines Tages eher monoton, abgesehen davon, dass der Kaiser chronisch an Bargeld knapp ist, und daher der Sold oft zu spät oder gar nicht gezahlt wurde. Zu seinem Glücke traf Hermann justens in einer Taverne eine bunte Söldnerschar - sogenannte Soldknechte, einen Haufen rauer, hartgesottener Wüteriche, die für den richtigen Preis (fast) alles täten und teilweise ein eher loses Verständnis von Moral besäßen. Nach dem einen oder anderen Humpen Bier und deren Prahlerei mit vollen Geldbeuteln dachte sich Hermann: „Des is es, do kher i hinn, do muas i mitmochn!“ Und so kam es, dass er gleich darauf noch volltrunkens beim Hauptmann der Kompanie, dem Oberst Ulrich Siegfried Bartolomäus Freiherr von Grafenecker zu Klagenfurt, anheuerte.
Im echten Leben bin ich Berufssoldat beim Jägerbataillon 25 in Klagenfurt.