Rottmeister, Spie├čknecht und lustiger Tagedieb Miroslav Vranik

Neuzeitlicher Name: Štefan Urank
Rang: Rottmeister, Spie├čknecht und lustiger Tagedieb (Tross)
Kontakt: Email
Waffen: Spie├č, Hellebarde, Langes Schwert, Langes Messer, Bauernwehr, Scheibendolch, seine H├Ąnde
Lieblingsbeschäftigung: Essen, Trinken, Dreschen, Ramontik, freche Spr├╝che

Miroslav Vranik wurde als zweiter Sohn in eine freie und wohlhabende slawische Bauernfamilie in der Grafschaft Cilli geboren. Sein ├Ąlterer Bruder wurde, wie eben ├╝blich, der Erbe des Hofes. Darum schickten seine Eltern Miroslav in ein M├Ânchskloster, wo ihm fortan an nichts fehlen und er ein frommes Leben als M├Ânch f├╝hren sollte. Oder etwa doch nicht? Zumindest lernte er dort das Lesen, Schreiben und die deutsche Sprache. Er schnappte auch ein wenig Latein auf. Doch um sein Wissen zu vertiefen, fehlte es ihm an der n├Âtigen Zeit im Kloster. Der Wille des jungen Miroslav war nicht stark genug, um gegen die S├╝nden des Alltags bestehen zu k├Ânnen. Besonders die Weiber hatten es ihm angetan und so kam es, dass er sich immer wieder heimlich mit ihnen traf. Eines Nachts erwischte ihn jedoch der Abt, der bereits einige Male zuvor Verdacht gesch├Âpft hatte, wie Miroslav sich mit einem Krug Bier in der Hand in einem Frauenhaus vergn├╝gte. Und das noch w├Ąhrend der Fastenzeit! So kam es, dass er nach einer schmerzhaften Bestrafung aus dem Dienst des Ordens entlassen wurde. Der halbstarke Miroslav sa├č also auf der Stra├če und suchte einen Weg, zu ├╝berleben. Er fand schnell Anschluss bei einem ├Ârtlichen S├Âldnertrupp, der Ulrich II von Cilli unterstellt war. Bei diesem lernte er das N├Âtigste, was er f├╝r den Kriegseinsatz wissen musste und zog mit diesem auch in so manche Schlacht, sei es gegen die Osmanen oder andere Feinde. Doch er verlie├č aus nicht n├Ąher genannten Gr├╝nden den Cillier S├Âldnertrupp. Einige behaupten, er h├Ątte ein Auge auf die Frau des Hauptmanns geworfen und musste deshalb vor dessen Zorn fliehen. Manche sagen auch, dass er seine wahre Bestimmung im Kampf f├╝r den Kaiser gefunden h├Ątte. Andere wiederum meinen, dass ihm der Sold einfach zu niedrig war. Was auch immer der Grund gewesen sein mag, er spricht nicht gerne dar├╝ber. Er schloss sich danach der von Hauptmann Ulrich Siegfried Bartolom├Ąus Freiherr von Grafenecker gef├╝hrten S├Âldnertruppe Compania Carantania an, nachdem er dem Hauptmann seine Furchtlosigkeit vor dem Feind in einem ├ťbungskampf demonstriert hatte. Im Lager scheint er ein freundlicher, wenn auch oft rauer und manierenloser Geselle zu sein, der gerne so manchen Krug mit den anderen Soldknechten hebt. Solange sein Sold stimmt und er auf Kriegsz├╝gen Beute machen kann, ist er loyal zu seinem Hauptmann. Vor einiger Zeit wurde er f├╝r seine Dienste in der Kompanie zum Zeugwart der Kompanie bef├Ârdert. Diesen Posten gab er jedoch inzwischen wieder an seinen "kleinen Bruder" Feist weiter. Wenn er auch Anfangs (sehr zur Freude des Hauptmanns) motiviert und arbeitsfreudig war, so ist er nun nach einigen Jahren etwas gem├Ąchlicher geworden und genie├čt die Sonnenseite des Lebens.

Im 21. Jahrhundert bin ich Student der Geschichte an der Universit├Ąt Klagenfurt, Sportreferent des historischen Fechtvereins INDES Klagenfurt und besch├Ąftige mich in meiner Freizeit mit zu vielen Dingen, um sie hier aufz├Ąhlen zu k├Ânnen.